Montag, 18. April 2022

Museumstag in Kiel

In der Antikensammlung ...

Bei weiterhin schönen Wetter verbringe ich den nächsten Tag in Kiel. Am Vormittag besichtige ich die Antikensammlung. Tatsächliche war die es auch, die den Ausschlag für Kiel als Ziel meiner Osterreise gegeben hatte. 

... in der Kieler Kunsthalle

Und  ich bin nicht enttäuscht! Die Sammlung wird hervorragend präsentiert mit einem ausgezeichneten Audioführer. Die Entwicklung des  Menschen und Götterbildes  wird so interessant erläutert, dass ich angeregt werde, mich zuhause weiter mit der griechischen Kunst zu beschäftigen. 

Im Anschluss entspanne ich bei Sonnenschein auf einer Parkbank im Schlossgarten. Wer hätte gedacht, dass es noch so frühlingshaftes Wetter wird. 


Am Nachmittag besuche ich das Stadtmuseum im Warleberger Hof, einem Adelshof aus dem 17. Jahrhundert. Die stadtgeschichtliche Sammlung ist enttäuschend - ich bin erstaunt, dass eine Großstadt wie Kiel kaum etwas über ihre eigene Geschichte präsentiert - das 20. Jahrhundert fehlt ganz. Eine Fotoschau präsentiert die früheren Fachwerkbauten und Straßenansichten, dazu ein paar alte Gegenstände, z.B. Silberkannen, ein kleines Modell des mittelalterlichen Hafens - das ist fast schon alles.

Im selben Haus ist jedoch eine umfangreiche Plakatausstellung, die die Entwicklung der Plakatwerbung der letzten 150 Jahre zeigt. Dazu gehören auch viele Wahlplakate und andere politische Plakate. Diese Ausstellung spricht mich sehr an.

Entspannt am Morgen

Fazit: Nach drei Tagen in Kiel habe ich viele neue Eindrücke gesammelt und mich gut erholt. Mir gefällt die Stadtatmosphäre; von meinem Hotel aus konnte ich das Zentrum und die Sehenswürdigkeiten gut erreichen - gerne käme ich zu einer weiteren Erkundung wieder.

Sonntag, 17. April 2022

Ostern in Kiel

 Diesmal habe ich mich für Kiel als Stadt für eine Osterreise entschieden! Wenn es regnet, gibt es genügend Museen, ist es unerwartet warm, bietet Kiel Parks und einen Spaziergang an der Förde. 


Als ich am Karfreitag ankomme, ist es noch sehr kalt. Für ein erstes Kennenlernen der Stadt, fahre ich mit dem Hop on Bus 1,5 Stunden durch die Stadt und bekomme so auch einen einen Eindruck von den Stadtteilen Wik und Holtenau. Der Busreiseführer ist sehr engagiert und ergänzt die Infos vom Band mit lebendigen eigenen Berichten. 


Im Anschluss begebe ich mich schnell in ein Restaurant in der Altstadt. Wie schön, dass es hier auch Glühwein gibt! Den Abend beschließe ich in der Hotelsauna.


  Ostersamstag ist es schon viel freundlicher und außerdem nutze ich diesen Tag für eine nen Einkaufsbummel  Da hat Kiel doch einiges zu bieten, z  B noch einen individuellen Hutladen. In einen Buchladen erstehe ich eine schön gestaltete Ausgabe von H  G  Wells „Krieg der Welten“ und in einem anderen Geschäft eine Leichtaktentasche, wie ich ich sie schon seit längerem suche. Gut, dass ich für den Abend schon das Restaurant reserviert habe, denn es wirklich voll.










Freitag, 15. Oktober 2021

Zweiter Tag in Husum

 Am späten Vormittag bummele ich durch die inzwischen bekannten Gässchen hinaus zum Schloss vor Husum, das im 16. Jahrhundert erbaut wurde und lange Zeit Witwensitz der Holsteinischen Herzoginen war.


 Obwohl wenig Möbel erhalten sind, strahlen die Räume ansich mit den alten Marmorkaminen und den Gemälden viel Zeitatmosphäre aus. 
 Außerdem besichtige ich das Poppenspaler Museum, desswn Marionetten mich noch an meine Kindheit erinnern und natürlich auch an Storms Erzählung.


Nach einer Mittagspause starte ich neu und besichtige das originelle Weihnachtshaus. Dieses Privatmuseum zeigt auf drei Etagen Weihnachtsschmuck und Traditionen aus zwei Jahrhunderten. Besonders gefällt mir aber auch die alte Gründerzeit Villa selbst. 

Sie versetzt mich gleich um die Zeit um 1890 und ich versuche mir vorzustellen, welche Funktion die Räume früher hatten.
Zwei Museen an einem Tag reicht mir nun aber und so muss ich das Theodor Storm Haus, das leider nur bis 17:00 Uhr geöffnet hat, auf einen späteren Besuch verschieben.

Stattdessen stöbere ich noch in einigen originelle Ladchen. Husum ist wirklich eine empfehlenswerte Einkaufstadt. Auch das Shopping Center bietet gute Möglichkeiten und so decke ich mich mit weiteren Erinnungsstucken ein. 

Am Abend essen ich nun wirklich im besten Restaurant der Stadt (so die Inline-Tipps, die ich bestätigen  kann.)
Morgen will ich noch zum Husumer Krabbenfest, bevor es wieder nach Hause geht. 






Donnerstag, 14. Oktober 2021

Kurzreise nach Husum

 Diesmal führt mich mein Herbsttripp nach Husum. Das Theodor- Storm - will ich schon lange besuchen, doch ansonsten habe ich keine wirkliche Vorstellung, was mich in der Grauen Stadt am Meer erwartet.

  Als ich mittags eintreffe, ist das Hotelzimmer noch nicht bezugsfertig und so starte ich gleich zur Stadterkundung. Kein Problem, denn mein Hotel liegt gleich am Binnenhafen. 


Ich staune, wie viele Touristen hier sind. Dabei ist es erst Donnerstag. Als ich später ein Restaurant für den Abend reservieren will, bekomme ich in meinem Wunsch Restaurant gar keinen Platz mehr.

Überrascht bin ich auch von den Einkaufsmöglichkeiten. Ich bleibe recht schnell in einem gut geführten Modehaus hängen, entscheide mich für zwei neue Pullover und gehe anschließend im Aussichtscafé Kaffee trinken. Nun ist keine Zeit mehr für die Stadtführung, aber ich habe schnell beschlossen, meinen Husum Aufenthalt entspannt anzugehen.  

Hier sind so viele interessante Museen, dass man im Grunde eine Woche bleiben müsste. Also Mut zur Lücke und einfach Stadtatmosphäre aufnehmen. Ich streife weiter durch die Gässchen und finde für den Abend ein anderes gutes Restaurant mit ausgefallener Küche. Zum Abschluss spaziere herum und freue mich am erleuchteten Hafen. 

Sonntag, 12. September 2021

Ein Wochenende in Reinfeld

Einfach mal ein paar Tage raus - ganz in der Nähe. Nur keine Autobahn und kein Feierabendstau! Dieser Wunsch geht an meinem Reinfeld-Wochenende in Erfüllung.

Blick auf Reinfeld - vom Herrenteich

Vor vielen Jahren ist mir Reinfeld einmal von einer Bekannten empfohlen worden. Nun bin ich gespannt, denn über die Tourismusinfo Stormarn habe ich praktisch nichts erfahren. Leider gibt es noch nicht mal einen Stadtplan mit Spazierweginfos. Ich weiß, dass Reinfeld die "Karpfenstadt" ist - und hoffe auf ein Fischrestaurant.

Seepromenade und Matthias-Claudius-Wohnanlage

Nach einer wirklich entspannten Fahrt über Nebenstraßen erreiche ich in etwa einer Stunde Reinfeld. Nach dem Bezug des Hotels erkunde ich den Ort. Die Rezeptionistin kopiert mir einen Stadtplan. Reinfeld hat etwa 9000 Einwohner und besteht im Kern aus wenigen Straßen. Das alte Rathaus und einige schöne Fassaden verweisen auf eine bessere Zeit im 19. Jahrhundert. Bei überraschend mildem Wetter bummele ich durch das kleine Zentrum - vorbei an der Matthias-Claudius-Kirche zum Herrenteich. Dieser ist wohl die Hauptattraktion und wird von mir am nächsten Tag in 4 Km umrundet. Unterwegs finde ich an zwei Stellen Hinweise auf Wanderwege - alles schon alt. Schade, dass das nicht besser gepflegt wird. 

Es finden sich nur sehr wenige Restaurants, aber das von mir gewählte jugoslawische Restaurant erweist sich als sehr gute Wahl und wird darum auch gleich für den nächsten Abend reserviert. 

Seepromenade bei Nacht

Am Abend spaziere ich noch einmal durch die Innenstadt zum Herrenteich. Es wird schnell dunkel, doch die Seepromenade ist stimmungsvoll mit Lichtelementen markiert. Ein junges Paar sitzt dort auf einer Parkbank, nur sehr wenige Leute sind unterwegs. Ein  Restaurant am See wirkt einladend, ist auch gut besucht,  bietet aber nur eine eingeschränkte Karte (Burger und Co.). 

Gegenüber der Seepromenade befindet sich eine Seniorenwohnanlage. Dort treffe ich auf ein Paar, das mir sehr angetan von seiner 60qm Wohnung erzählt. Die beiden sind vor einem Jahr aus Kiel hierher gezogen und beschreiben Reinfeld als gute Wahl. Durch ihre Augen sehe ich Reinfeld auch gleich viel positiver.

Blick zum Herrenteich

Am nächsten Tag entdecke ich den Weg um den See und  einen weiteren Seerundweg (Neuhöfer See). Inzwischen ist mir der kleine Ort schon recht vertraut. Das Matthias- Claudius- Heimatmuseum besichtige ich nur von außen. Es hätte auch nur am Sonntag auf. Doch da fahre ich bereits - mit einem Abstecher über Bad Oldesloe - zurück. 

Fazit: Die Ruhe und Beschaulichkeit haben mir gut getan. Ich freue mich, einen weiteren Ort in Holstein nun persönlich zu kennen. 


Freitag, 16. Oktober 2020

Zweiter Tag in Friedrichstadt

Mein zweiter Tag in Friedrichsstadt beginnt mit einem Frühstück unter Coronabedingungen, d.h. man muss sich auf eine vorgewählte Frühstückszeit festlegen, damit nicht zuviele Gäste gleichzeitig am Buffet sind. Das klappt gut - das Hotel verfügt auch über mehrere Räume, so dass sich niemand wirklich einschränken muss. Ich freue mich über einen Platz am Fenster, von dem aus ich den historischen Marktplatz betrachten kann.

 

Mein einziger fester Programmpunkt heute ist eine Stadtführung um 11:00 - also alles ganz entsprannt. Die Stadtführung lohnt sich, denn so kann ich auch die Remonstrantenkirche von innen besichtigen. 


Friedrichstadt präsentiert sich bei sonnigem Herbstwetter als gemütliche kleine Bummelstadt mit individuellen Geschäften und kleinen Töpfereien.


Man könnte auch noch eine Grachtenfahrt unternehmen - aber Corona macht mich vorsichtig. Auf den Grachten sind auch einige Stand-Up-Paddler unterwegs - eine neue Attraktion, von der ich schon in der N3 Nordreportage gehört habe. Hauptsächlich genieße ich also das noch überraschend warme Wetter, die historische Atmosphäre und die gute Küche im Hotel, wie z.B. eine leckere Fischsuppe am Mittag.


 Am frühen Abend unternehme noch mal einen Spaziergang zum Treneufer durch den hinteren Teil der Stadt. Hier haben früher überwiegend die ärmeren Leute gewohnt, wie ich von meinem Museumsbesuch her erinnere. Hier finden sich praktisch keine Läden, so dass dieser Teil wenig touristisch ist. Jetzt - in der bald einsetzten Dämmerung - nimmt mich die malerische Athmosphäre der Trene ganz gefangen und ich lichte ein Fotomotiv nach dem anderen ab. Mit diesem Eindruck geht es zurück ins Hotel und morgen wieder nach Hause.

Donnerstag, 15. Oktober 2020

Kurztrip nach Friedrichstadt

Trotz Corona möchte ich noch eine Herbstkurzreise unternehmen, aber ganz vernünftig im eigenen Bundesland. Meine Wahl fällt auf zwei Tage in der Holländerstadt Friedrichstadt.


Mit dem Wetter habe ich Glück. es sind zwar nur 10 Grad, aber dafür trocken und sonnig. 
Mein Hotel liegt gleich gegenüber dem Marktplatz mit den Renaissance - Giebelhäusern. Ich fühle mich  in eine andere Zeit versetzt. Die Vielzahl der Touristen überrascht mich doch etwas. Wahrscheinlich besuchen auch viele Tagesausflügler die Stadt. Wie ich später erfahre, hat Friedrichstadt etwa 300000 Tagestouristen zwischen Ostern und Oktober  
Um einen Überblick zu bekommen, besuche ich als erstes das kleine Stadtmuseum Alte Münze. 

Dort führt eine Museumsangestellte die Gäste  persönlich in die Ausstellung ein. Besonders interessant sind die Präsentationen der 7 Konfessionen in der Stadtgeschichte, aber auch die Angaben zur den erstaunlich hohen Stimmenteilen der Nationalsozialisten in der "Stadt der Toleranz" 1933 - mit 52 Prozent noch 9 mehr als im Bundesdurchschnitt!

Nach einem ausgezeichneten Abendessen bummele ich durch die nun menschenleere und mir allein gehörende Stadt.