Donnerstag, 1. August 2024

Drei Tage in Kronach in Oberfranken

 Auf meiner Wanderung auf dem Frankenweg mache ich für drei Tage Station in Kronach, denn die kleine alte Stadt hat mich neugierig gemacht. 



Am Bamberger Tor

Um 1003 das erste Mal  urkundlich erwähnt, kann Kronach auf eine entsprechend lange Geschichte zurückblicken. Nie zerstört, präsentiert sich das Stadtzentrum in der Oberstadt noch recht ursprünglich - mit vielen Häusern aus dem 13. bis 17. Jahrhundert. Die Stadt hat wirklich Flair und ich genieße es,  in diesen heißen Tagen (28 - 32 Grad) in den Straßenrestaurants am Abend draußen zu sitzen. 


Diese Stadtmauern wurde nie eingenommen

Die Stadtführung heute ist leider wenig ergiebig, aber immerhin kann ich dabei z.B.  in den historischen Hexenturm und von dort auf die Stadtmauer steigen. Lukas Cranach d. Ä. wurde hier 1472 geboren und hat seinen Nachnamen nach der Stadt gewählt. Die Festung Rosenberg bietet einen kleinen Einblick in sein Werk. 

Auf der Stadtmauer

Die Stadt beeindruckt mich aber auch durch ihre aktuellen Entwicklungen. So kann man hier - bei 17000 Einwohnern - studieren (der Lukas - Cranach - Campus - LCC), z.B. Autonomes Fahren und Zukunftsdesign. Es gibt sogar eine Teststrecke für ein autonom fahrendes Auto. Die Stadt hat also auch Innovationen zu bieten.

Blick zur Kirche St. Johannes d. Täufer

Auf dem Hussitenplatz (5800 qm2) im Zentrum soll ein neues Zentrum entstehen, u.a. mit einer Bibliothek für Studierende. Dafür wurde alte, leerstehende Bausubstanz abgerissen. Um die Region zu fördern, wurde auch ein Architekt aus der Stadt beauftragt. 

In der Amtsgerichtsstraße

Außerdem wurde hier 2003 die Landesgartenschau durchgeführt und in diesem Zusammenhang wurde ein weitläufiges Gartengelände an der Haßlach attraktiv gestaltet. Diese Stadt hat also auch jungen Studierenden wirklich etwas zu bieten.

Gelände der Landesgartenschau - mit Skulptur und Freitreppe 

Gegen Abend wandere ich durch das Gartengelände hinaus aus der Stadt, um meinen Anschlussweg für den „Frankenweg“ zu recherchieren. Morgen will ich weiter zu Fuß nach Kulmbach (25 km).

Dienstag, 30. Juli 2024

Kronach - Festung Rosenberg und Fränkische Galerie Alter Meister

 Gestern bin ich in Kronach auf meiner Wanderung durch den Frankenwald eingetroffen.  Hier unterbreche ich meine Wandertour, um diese noch so gut erhaltene mittelalterliche Stadt zu erkunden. Das touristische Zentrum ist wohl die Festung Rosenberg - eine der größten und fast vollständig erhaltenen Festungsanlagen Deutschlands und Europas. Täglich werden 4 Führungen angeboten. Ich entscheide mich gleich für die erste um 11 Uhr - denn es ist super heiß; da will ich den Vormittag ausnutzen.

Das Besondere der Festung ist ihre Entstehung in mehreren Etappen, die sich alle noch nachvollziehen lassen. Vom Burgfried im Zentrum (aus dem 13. Jahrhundert) über die ersten Erweitungen im 14./15. Jahrhundert bis zur Umbau mit Bastionen im 17. Jahrhundert. Im 18. Jahrhundert folgten Vorwerke im Norden. Doch im 19. Jahrhundert wurde die Festung in dieser Funktion aufgegeben - die Waffenentwicklung war weiter und die Festung wurde an die Stadt Kronach verkauft.

Im Museum wird auch über die Entstehung und Nutzung der Festung informiert

Eingangstor der Festung - Fußgängerzugang


Mit mir zusammen wollen etwa 20 Personen mehr erfahren. So hören wir z.B. dass Kronach 1122 im Wormser Konkordat dem Bischof von Bamberg übereignet wurde, der hier als Fürstbischof regierte. 1803 wurden dann die Fürstbistümer aufgelöst und der Bereich Franken wurde Bayern zugeschlagen.

Lukas Cranach d. Ä. - für das 16. Jahrhundert werden säkulare Themen in der Malerei  populär -
hier: Das ungleiche Paar (Festung Rosenberg)

Besonders interessant ist die Begehung der unterirrdischen Wehrgänge - 45 Treppenstufen runter, über 80 wieder hinauf. 

Inzwischen ist es so heiß (30 Grad), dass ich unbedingt eine Pause brauche!

Am Nachmittag besichtige ich die Ausstellung alter Meister mit einigen, wenigen Werken von Lukas Cranach und der Schule Tilmann Riemenschneiders. Hier frische ich mein Wissen über Lukas Cranach auf, dessen Grab ich schon in Weimar besucht habe.

Am Abend ergattere ich wieder einen der umkämpften Außensitzplätze eines Italieners in der Altstadt. Spaghetti Carbonara und Bardolino passen perfekt zu diesem Abend - immer noch sind es fast 30 Grad warm.

Nach einem langen, heißen Tag ist das auch ein schöner Anblick!


Samstag, 28. Mai 2022

Freiburger Münster und Alter Friedhof


Nach einem Exkursionstag gestern mit einem Ausflug nach Gundelfingen bleibe ich heute in der Stadt. Durch den Brückentag und das nahe Wochenende sind wohl schon besonders viele Touristen unterwegs. Doch ein Freiburg Besuch ohne Münster wäre natürlich unvollständig und so frische ich meine Bekanntschaft mit diesem eindrucksvollen Bauwerk auf. 



Am Nachmittag bummele ich zum Alten Friedhof und genieße die besinnliche Stimmung, die von den Monumenten ausgeht. Die vielen Inschriften zeugen in berührender Weise von Eltern - und Kinderliebe. Auch das berühmte Grab der 17-jährig verstorbenen Caroline Christine Walter (1867)  mit den frischen Blumen suche ich auf.


Den Abend schließe ich in einem Lokal in der Wiehre ab. Wie gut, dass ich den Tisch reserviert habe. Ohne das geht es in keinem der von mir in diesen Tagen besuchten Restaurants. Morgen will noch einen Ausflug nach St. Valentin machen. 





Donnerstag, 26. Mai 2022

Von Freiburg nach St. Ottilien

Zu Freiburg gehören natürlich auch die nahen Ausflugsmöglichkeiten  wie die schöne Kurzwanderung nach St. Ottilien. 



Ich starte am Dreisamweg ganz nahe meiner alten Studentenwohnung. Unterwegs begegne ich drei Fischreihern und einer kleinen Echse. Der Blick auf das Wasser der Dreisam beruhigt und entspannt. Nach einiger Zeit biege ich auf die Kartäuserstrasse ein und dann recht schnell auf  einem ansteigenden Wanderweg nach Ottilien. 

Der Blick in die Berge begeistert mich. Und das alles ist so nahe an Freiburg. 

Mittags dann eine Rast im Gasthaus Ottilien - die Sonne scheint schon sehr stark - und dann über den Bergweg und den Schlossberg zurück in die Stadt. 

Das Abendessen in einem Lokal in der Wiehre schließt den Tag perfekt ab. 





Mittwoch, 25. Mai 2022

Eine Woche in Freiburg

In einer Woche in Freiburg will ich Erinnerungen an meine Studienzeit auffrischen und Bekannte treffen. Die lange Anreise verbraucht einiges an Energie, obwohl die Zugfahrt bequem ist. 

Doch schon bei der Ankunft werde ich von der besonderen Atmosphäre Freiburgs gefangen genommen. Dazu trägt natürlich auch das milde Klima bei - es ist 8 Grad wärmer als zuhause in Norddeutschland! Da ich im letzten Jahr hier 4 Tage verbracht habe - nach über 30 Jahren das erste Mal in Freiburg- fällt mir nun die Orientierung wieder leicht und ich kann gezielt vorgehen. 




Montag, 18. April 2022

Museumstag in Kiel

In der Antikensammlung ...

Bei weiterhin schönen Wetter verbringe ich den nächsten Tag in Kiel. Am Vormittag besichtige ich die Antikensammlung. Tatsächliche war die es auch, die den Ausschlag für Kiel als Ziel meiner Osterreise gegeben hatte. 

... in der Kieler Kunsthalle

Und  ich bin nicht enttäuscht! Die Sammlung wird hervorragend präsentiert mit einem ausgezeichneten Audioführer. Die Entwicklung des  Menschen und Götterbildes  wird so interessant erläutert, dass ich angeregt werde, mich zuhause weiter mit der griechischen Kunst zu beschäftigen. 

Im Anschluss entspanne ich bei Sonnenschein auf einer Parkbank im Schlossgarten. Wer hätte gedacht, dass es noch so frühlingshaftes Wetter wird. 


Am Nachmittag besuche ich das Stadtmuseum im Warleberger Hof, einem Adelshof aus dem 17. Jahrhundert. Die stadtgeschichtliche Sammlung ist enttäuschend - ich bin erstaunt, dass eine Großstadt wie Kiel kaum etwas über ihre eigene Geschichte präsentiert - das 20. Jahrhundert fehlt ganz. Eine Fotoschau präsentiert die früheren Fachwerkbauten und Straßenansichten, dazu ein paar alte Gegenstände, z.B. Silberkannen, ein kleines Modell des mittelalterlichen Hafens - das ist fast schon alles.

Im selben Haus ist jedoch eine umfangreiche Plakatausstellung, die die Entwicklung der Plakatwerbung der letzten 150 Jahre zeigt. Dazu gehören auch viele Wahlplakate und andere politische Plakate. Diese Ausstellung spricht mich sehr an.

Entspannt am Morgen

Fazit: Nach drei Tagen in Kiel habe ich viele neue Eindrücke gesammelt und mich gut erholt. Mir gefällt die Stadtatmosphäre; von meinem Hotel aus konnte ich das Zentrum und die Sehenswürdigkeiten gut erreichen - gerne käme ich zu einer weiteren Erkundung wieder.

Sonntag, 17. April 2022

Ostern in Kiel

 Diesmal habe ich mich für Kiel als Stadt für eine Osterreise entschieden! Wenn es regnet, gibt es genügend Museen, ist es unerwartet warm, bietet Kiel Parks und einen Spaziergang an der Förde. 


Als ich am Karfreitag ankomme, ist es noch sehr kalt. Für ein erstes Kennenlernen der Stadt, fahre ich mit dem Hop on Bus 1,5 Stunden durch die Stadt und bekomme so auch einen einen Eindruck von den Stadtteilen Wik und Holtenau. Der Busreiseführer ist sehr engagiert und ergänzt die Infos vom Band mit lebendigen eigenen Berichten. 


Im Anschluss begebe ich mich schnell in ein Restaurant in der Altstadt. Wie schön, dass es hier auch Glühwein gibt! Den Abend beschließe ich in der Hotelsauna.


  Ostersamstag ist es schon viel freundlicher und außerdem nutze ich diesen Tag für eine nen Einkaufsbummel  Da hat Kiel doch einiges zu bieten, z  B noch einen individuellen Hutladen. In einen Buchladen erstehe ich eine schön gestaltete Ausgabe von H  G  Wells „Krieg der Welten“ und in einem anderen Geschäft eine Leichtaktentasche, wie ich ich sie schon seit längerem suche. Gut, dass ich für den Abend schon das Restaurant reserviert habe, denn es wirklich voll.